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Geld & Löhne Gilt für: ganz Deutschland

Wie lange dauert eine Überweisung?

faqten-Kompakt

Quelle geprüft · Stand 25.10.2026

Eine normale Euro-Überweisung innerhalb Deutschlands und der EU muss spätestens am Ende des nächsten Geschäftstags bei der Empfängerbank sein, mit Papierbeleg einen Tag später. Eine Echtzeitüberweisung kommt innerhalb von zehn Sekunden an, rund um die Uhr. Diese Variante darf seit 9. Oktober 2025 nicht mehr kosten als eine normale Überweisung.

Normale Überweisung online1 Geschäftstag
Überweisung auf Papier2 Geschäftstage
Echtzeitüberweisungmax. 10 Sekunden
Fremdwährung im EWRbis 4 Geschäftstage

Quelle: Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), § 675s Ausführungsfrist für Zahlungsvorgänge und weitere unten

Antwort für Deutschland So ist es in Österreich

Welche Fristen gelten für Überweisungen?

Für Überweisungen in Euro innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums schreibt das Gesetz Höchstfristen vor (§ 675s BGB). Die Fristen gelten für die Strecke von deiner Bank bis zur Bank des Empfängers.

Art der Überweisung Höchstdauer bis zur Empfängerbank
Euro, online oder per App Ende des nächsten Geschäftstags
Euro, mit Papierformular Ende des übernächsten Geschäftstags
Echtzeitüberweisung in Euro 10 Sekunden
andere Währung innerhalb des EWR bis zu 4 Geschäftstage, wenn vereinbart
Länder außerhalb des EWR keine gesetzliche Frist

In der Praxis sind viele Standardüberweisungen schneller und kommen am selben Tag an. Verlassen kannst du dich aber nur auf die gesetzliche Frist.

Was ist ein Geschäftstag?

Ein Geschäftstag ist jeder Tag, an dem die beteiligten Banken ihren Zahlungsverkehr betreiben (§ 675n BGB). Samstage, Sonntage und bundesweite Feiertage zählen in der Regel nicht dazu. Geht dein Auftrag an einem solchen Tag ein, gilt er als am nächsten Geschäftstag zugegangen.

Banken dürfen zudem eine Annahmefrist am Nachmittag festlegen. Was danach eingeht, behandeln sie wie einen Auftrag vom Folgetag. Ein Beispiel: Du überweist am Freitag um 18 Uhr. Gilt das als nach Annahmeschluss, zählt der Auftrag als am Montag eingegangen. Das Geld muss dann spätestens am Dienstag bei der Empfängerbank sein.

Wie funktioniert die Echtzeitüberweisung?

Bei der Echtzeitüberweisung muss die Empfängerbank den Betrag innerhalb von zehn Sekunden nach Eingang gutschreiben. Ausgeführt wird sie an jedem Kalendertag rund um die Uhr ausgeführt, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Das regelt die EU-Verordnung 2024/886.

Banken im Euroraum mussten den Empfang von Echtzeitüberweisungen bis 9. Januar 2025 und den Versand bis 9. Oktober 2025 anbieten. Die Banken dürfen dafür kein höheres Entgelt verlangen als für eine normale Überweisung. Eine Echtzeitüberweisung kannst du nach der Freigabe nicht mehr stoppen. Prüfe Betrag und Empfänger deshalb vorher genau.

Was tun, wenn das Geld nicht ankommt?

Ist die Frist abgelaufen, frag zuerst bei deiner Bank nach. Deine Bank kann den Weg der Zahlung nachverfolgen. Hast du eine falsche IBAN eingegeben, hilft die Empfängerüberprüfung, solche Fehler vorher zu bemerken. Ist das Geld trotzdem beim Falschen gelandet, unterstützt dich deine Bank bei der Rückholung. Bei Verdacht auf Betrug informiere sofort deine Bank und die Polizei.

Häufige Fragen dazu

Kommt eine Überweisung auch am Wochenende an?

Am Wochenende und an Feiertagen ist kein Geschäftstag. Ein Auftrag vom Samstag gilt als am Montag zugegangen und muss dann spätestens am Dienstag bei der Empfängerbank sein. Echtzeitüberweisungen laufen dagegen auch am Wochenende.

Kostet eine Echtzeitüberweisung extra?

Nicht mehr als eine normale Überweisung. Banken in Euro-Staaten dürfen dafür kein höheres Entgelt verlangen als für eine Standardüberweisung derselben Art (Art. 5b Verordnung 260/2012 in der Fassung der Verordnung 2024/886).

Was prüft die Bank vor einer Überweisung?

Seit 9. Oktober 2025 gleicht deine Bank bei Euro-Überweisungen den Namen des Empfängers mit der IBAN ab (Empfängerüberprüfung). Weichen sie ab, bekommst du einen Hinweis, bevor du den Auftrag freigibst.

Wann ist das Geld auf dem Konto des Empfängers?

Die Empfängerbank muss den Betrag unverzüglich gutschreiben und verfügbar machen, sobald er bei ihr eingegangen ist (§ 675t BGB). In der Praxis geschieht das meist am selben Tag.

Maik Möhring Ressort Geld & Arbeit

Maik Möhring ist Gründer von Maik Möhring Media in Ermatingen (Thurgau) und betreibt Wissens- und Ratgeberportale für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Bei faqten ist er Herausgeber: Er prüft jede Antwort vor der Veröffentlichung und schreibt selbst über Geld und Arbeit.

Alle Antworten von Maik

Quellen

  1. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), § 675s Ausführungsfrist für Zahlungsvorgänge , abgerufen am 25.10.2026
  2. BGB, § 675n Zugang von Zahlungsaufträgen , abgerufen am 25.10.2026
  3. BGB, § 675t Wertstellungsdatum und Verfügbarkeit von Geldbeträgen , abgerufen am 25.10.2026
  4. Verordnung (EU) 2024/886 über Sofortzahlungen in Euro (Änderung der SEPA-Verordnung 260/2012) , abgerufen am 25.10.2026
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