Wie viel verdient ein Lehrer in Österreich?
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Eine neu eintretende Lehrerin oder ein neuer Lehrer verdient in Österreich im Schema «Pädagogischer Dienst» zum Start 3.636,40 Euro brutto im Monat, 14-mal im Jahr. In der höchsten Entlohnungsstufe 7 sind es 6.461,60 Euro. Dazu kommen Fächervergütungen und Zulagen.
Das Gehaltsschema für neue Lehrerinnen und Lehrer
Das Entlohnungsschema für neu eintretende Lehrpersonen heißt «Pädagogischer Dienst» (pd). Das Gehalt ist gesetzlich im Vertragsbedienstetengesetz (VBG) geregelt und wird valorisiert. Es besteht aus dem Monatsentgelt der jeweiligen Entlohnungsstufe und einer Fächervergütung für besonders arbeitsintensive Fächer. Ausgezahlt wird 14-mal im Jahr.
Die Entlohnungsstufen laut Bildungsministerium, Stand Oktober 2026:
| Entlohnungsstufe | Monatsgehalt brutto | Vorrückung nach |
|---|---|---|
| 1 | 3.636,40 € | 3,5 Jahren |
| 2 | 4.138,20 € | 5 Jahren |
| 3 | 4.641,20 € | 5 Jahren |
| 4 | 5.144,30 € | 6 Jahren |
| 5 | 5.647,60 € | 6 Jahren |
| 6 | 6.150,90 € | 6 Jahren |
| 7 | 6.461,60 € | Endstufe |
Wie schnell steigt das Gehalt?
Beim Berufseinstieg beginnst du in Stufe 1. Nach 3,5 Jahren rückst du in Stufe 2 vor, danach folgen Abstände von fünf und sechs Jahren. Rechnerisch erreichst du Stufe 7 nach 31,5 Dienstjahren, wenn keine Vordienstzeiten angerechnet werden. Nützliche Berufserfahrung von bis zu zwölf Jahren kann den Einstieg in eine höhere Stufe ermöglichen. Bis die Bildungsdirektion die Vordienstzeiten berechnet hat, wird vorläufig Stufe 1 bezahlt und die Differenz später rückwirkend überwiesen.
Welche Zuschläge gibt es?
Für arbeitsintensive Fächer in der Sekundarstufe I und II gibt es eine Fächervergütung pro Wochenstunde, etwa für Deutsch, Mathematik und lebende Fremdsprachen in der 5. bis 8. Schulstufe. Nach § 46e VBG beträgt sie je nach Kategorie 46,20 Euro (A), 18,80 Euro (B) oder 35,90 Euro (C) brutto. Wer Spezialfunktionen wie Mentoring, Bildungsberatung oder Praxisschulunterricht übernimmt, erhält eine Dienstzulage von bis zu 218,20 Euro brutto im Monat.
Wie viel muss man dafür unterrichten?
Eine volle Lehrverpflichtung im pd-Schema umfasst 20 bis 22 Wochenstunden Unterricht oder qualifizierte Betreuung von Lernzeiten. Dazu kommen zwei Wochenstunden für Aufgaben wie Klassenvorstand oder Mentoring. Genaue Auskünfte zu deinem Entgelt gibt die Bildungsdirektion des Bundeslandes, in dem du unterrichten möchtest.
Häufige Fragen dazu
Wie viel verdient ein Lehrer im Jahr?
Beim Einstieg sind es 14-mal 3.636,40 Euro, also rund 50.910 Euro brutto im Jahr. In der höchsten Stufe ergeben 14 Monatsentgelte von 6.461,60 Euro rund 90.460 Euro brutto, ohne Zulagen.
Kann man über das Lehrergehalt verhandeln?
Nein. Laut Bildungsministerium ist das Entgelt gesetzlich geregelt und nicht verhandelbar. Es gibt weder Kollektivvertrag noch individuelle Gehaltsvereinbarung.
Wird Berufserfahrung angerechnet?
Ja, wenn sie für das Unterrichtsfach nützlich ist. Dann können bis zu zwölf Jahre als Vordienstzeiten angerechnet werden (§ 46 Abs. 3 in Verbindung mit § 26 Abs. 3 VBG). Auch Zivil- oder Präsenzdienst zählt.
Verdienen Quereinsteiger weniger?
Nein. Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger in der Sekundarstufe Allgemeinbildung bekommen einen Regelvertrag im selben pd-Schema wie Lehramtsabsolventen, ohne Abschläge.
Quellen
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