Wann ist Totensonntag?
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Totensonntag 2026 ist am Sonntag, 22. November. Er liegt immer am letzten Sonntag vor dem ersten Advent und damit zwischen dem 20. und 26. November. 2027 fällt Totensonntag auf den 21. November. Er ist kein eigener Feiertag, aber in vielen Ländern ein stiller Tag.
Quelle: Evangelische Kirche in Deutschland: Ewigkeitssonntag und weitere unten
Wann ist Totensonntag in den nächsten Jahren?
Totensonntag ist immer eine Woche vor dem ersten Advent. Die Tabelle zeigt die Termine bis 2030 zusammen mit Volkstrauertag und Buß- und Bettag, die in derselben Novemberwoche liegen. Wir haben die Daten aus dem Termin des ersten Advents berechnet:
| Jahr | Volkstrauertag | Buß- und Bettag | Totensonntag | 1. Advent |
|---|---|---|---|---|
| 2026 | 15. November | 18. November | 22. November | 29. November |
| 2027 | 14. November | 17. November | 21. November | 28. November |
| 2028 | 19. November | 22. November | 26. November | 3. Dezember |
| 2029 | 18. November | 21. November | 25. November | 2. Dezember |
| 2030 | 17. November | 20. November | 24. November | 1. Dezember |
Nach welcher Regel liegt Totensonntag?
Der erste Advent ist der vierte Sonntag vor Weihnachten, also der Sonntag zwischen 27. November und 3. Dezember. Totensonntag ist der Sonntag davor und liegt deshalb immer zwischen dem 20. und 26. November. Mit ihm endet das evangelische Kirchenjahr. Der Gedenktag geht nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland auf die Reformationszeit zurück. Kirchlich heißt er Ewigkeitssonntag.
Was gilt am Totensonntag in den Bundesländern?
Feiertagsrecht ist Ländersache. Totensonntag fällt immer auf einen Sonntag und ist deshalb ohnehin arbeitsfrei geschützt. Darüber hinaus erklären viele Länder ihn zum stillen Tag. In Bayern beginnt der Schutz um 2 Uhr und endet um 24 Uhr. Öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen sind dann nur erlaubt, wenn der ernste Charakter des Tages gewahrt bleibt (Art. 3 Bayerisches Feiertagsgesetz). Sportveranstaltungen sind in Bayern am Totensonntag erlaubt.
Der Buß- und Bettag am Mittwoch vor Totensonntag ist nur in Sachsen ein gesetzlicher Feiertag (§ 1 Sächsisches Sonn- und Feiertagsgesetz). In allen anderen Ländern ist er ein normaler Arbeitstag. Bayern schützt ihn aber besonders: Während des Hauptgottesdienstes von 7 bis 11 Uhr ist vermeidbarer Lärm in der Nähe von Kirchen verboten, und Beschäftigte, die der Konfession angehören, dürfen der Arbeit fernbleiben (Art. 4 Bayerisches Feiertagsgesetz). Einen Lohnanspruch für die ausgefallene Zeit haben sie dann aber nicht. Brandenburg und Sachsen führen Totensonntag und Volkstrauertag in ihren Feiertagsgesetzen ausdrücklich als Gedenk- und Trauertage.
Welche Veranstaltungen genau verboten sind, unterscheidet sich von Land zu Land. Wer am Totensonntag ein Konzert, eine Party oder einen Markt plant, fragt am besten vorher bei der Ordnungsbehörde der Gemeinde nach.
Wie wird Totensonntag begangen?
Viele Familien besuchen an diesem Tag die Gräber ihrer Angehörigen und schmücken sie mit Gestecken. In evangelischen Gottesdiensten werden oft die Namen der Menschen verlesen, die im vergangenen Kirchenjahr aus der Gemeinde gestorben sind. Die EKD beschreibt den Tag als Andenken an Verstorbene, verbunden mit der Ermutigung zu einem bewussteren Umgang mit der eigenen Lebenszeit. Katholische Christen gedenken der Verstorbenen vor allem an Allerheiligen und Allerseelen Anfang November.
Häufige Fragen dazu
Ist Totensonntag ein Feiertag?
Totensonntag ist immer ein Sonntag und damit ohnehin arbeitsfrei geschützt. Ein zusätzlicher gesetzlicher Feiertag ist er nicht. In vielen Ländern gilt er als stiller Tag, in Bayern etwa nach Art. 3 Feiertagsgesetz.
Was ist der Unterschied zwischen Totensonntag und Volkstrauertag?
Der Volkstrauertag liegt eine Woche früher, am zweiten Sonntag vor dem ersten Advent, 2026 am 15. November. Er erinnert an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Am Totensonntag gedenken evangelische Christen ihrer verstorbenen Angehörigen.
Ist Totensonntag dasselbe wie Ewigkeitssonntag?
Ja. Die evangelische Kirche nennt den Tag Ewigkeitssonntag, im Alltag heißt er meist Totensonntag. Mit ihm endet das Kirchenjahr, am Sonntag danach beginnt mit dem ersten Advent das neue.
Haben Geschäfte am Totensonntag geöffnet?
In der Regel nicht. Für Totensonntag gilt wie für jeden Sonntag das Ladenöffnungsrecht des jeweiligen Landes, Ausnahmen etwa für Bäckereien oder Tankstellen regelt es ebenfalls.
Ist der Buß- und Bettag ein Feiertag?
Nur in Sachsen. Dort ist er gesetzlicher Feiertag nach § 1 SächsSFG, 2026 am 18. November. In Bayern dürfen Beschäftigte der Konfession an diesem Tag der Arbeit fernbleiben, ohne Anspruch auf Lohn für die Fehlzeit.
Quellen
- Evangelische Kirche in Deutschland: Ewigkeitssonntag , abgerufen am 25.10.2026
- Bayerisches Feiertagsgesetz (FTG), Art. 3 Stille Tage , abgerufen am 25.10.2026
- Bundesministerium des Innern: National holidays (bundesweite Feiertage) , abgerufen am 25.10.2026
- Sachsen: Gesetz über Sonn- und Feiertage (SächsSFG), § 1 , abgerufen am 25.10.2026
- Bayerisches Feiertagsgesetz (FTG), Art. 4 Schutz des Buß- und Bettages , abgerufen am 25.10.2026
- Brandenburg: Feiertagsgesetz (FTG), § 2 Feiertage , abgerufen am 25.10.2026
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