Wie lange dauert es, einen Reisepass zu bekommen?
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Bis du einen neuen Reisepass abholen kannst, vergehen laut Bundesinnenministerium in der Regel mindestens drei Wochen, je nach Behörde bis zu acht Wochen. Mit dem Expressverfahren für 32 Euro Zuschlag liegt der Pass meist am dritten Werktag nach Eingang des Antrags bereit.
Quelle: FIM-Leistungsbeschreibung Reisepass beantragen (BMI) und weitere unten
Warum dauert ein Reisepass mehrere Wochen?
Der deutsche Reisepass wird nicht im Bürgeramt gedruckt. Die Behörde nimmt Antrag, Foto und Fingerabdrücke auf und schickt die Daten an den Passhersteller, den das Bundesinnenministerium bestimmt (§ 1 Abs. 5 Passgesetz). Erst wenn der fertige Pass zurück in der Behörde ist, kannst du ihn abholen. Die Leistungsbeschreibung des Bundesinnenministeriums nennt dafür in der Regel mindestens drei Wochen. Das Innenministerium Baden-Württemberg schreibt, dass es ab Antragstellung bis zu acht Wochen dauern kann.
Die Wege im Vergleich, Stand Oktober 2026:
| Verfahren | Dauer bis zur Abholung | Kosten ab 24 / unter 24 |
|---|---|---|
| Normalverfahren | in der Regel mindestens 3 Wochen, bis zu 8 Wochen | 70 € / 37,50 € |
| Expressverfahren | in der Regel am 3. Werktag nach Eingang | 102 € / 69,50 € |
| vorläufiger Reisepass | Ausstellung durch die Passbehörde | 26 € |
Wie funktioniert das Expressverfahren?
Das Expressverfahren buchst du bei der Antragstellung im Bürgeramt dazu. Geht der Antrag rechtzeitig ein, liegt der Pass laut Baden-Württemberg in der Regel am dritten Werktag danach in der Passbehörde. Als Werktage zählen Montag bis Freitag ohne Feiertage. Der Zuschlag beträgt 32 Euro nach § 27 Passverordnung. Die Zeit, bis die Behörde den Antrag abschickt, und Postwege kommen hinzu. Frag deshalb bei der Antragstellung, wann du realistisch mit dem Pass rechnen kannst.
Was hilft, wenn es eilt?
Reicht auch der Expresspass nicht mehr, bleibt der vorläufige Reisepass. Er kostet 26 Euro und ist höchstens ein Jahr gültig (§ 5 Abs. 3 Passgesetz). Ob dein Zielland einen vorläufigen Pass akzeptiert, ist nicht selbstverständlich. Prüfe die Einreisebestimmungen deines Ziellands beim Auswärtigen Amt, bevor du dich darauf verlässt.
Für Reisen innerhalb der EU und in einige weitere Staaten genügt oft der Personalausweis. Er ist laut Hessischem Innenministerium in der Regel nach mindestens zwei Wochen abholbereit.
Wie vermeidest du Wartezeit?
Diese Punkte sparen Zeit:
- Prüfe das Ablaufdatum mindestens drei Monate vor einer Reise.
- Rechne die Restgültigkeit ein, die viele Zielländer verlangen.
- Buche den Termin im Bürgeramt früh, die Wartezeit auf einen Termin kommt zur Herstellung hinzu.
- Bring ein biometrisches Foto mit, das den Vorgaben entspricht, oder lass es für 6 Euro in der Behörde aufnehmen.
- Zahle die Gebühr bei Antragstellung, die Behörde verlangt Vorkasse.
Häufige Fragen dazu
Kann ich den Pass schneller bekommen?
Ja, mit dem Expressverfahren für 32 Euro Zuschlag. Der Pass liegt bei rechtzeitigem Eingang in der Regel am dritten Werktag danach zur Abholung bereit, gezählt werden Montag bis Freitag ohne Feiertage.
Was mache ich, wenn die Reise schon in wenigen Tagen ist?
Frag im Bürgeramt nach dem vorläufigen Reisepass. Er kostet 26 Euro und gilt höchstens ein Jahr. Prüfe vorher, ob dein Zielland ihn akzeptiert.
Kann ich mir den Pass schicken lassen?
Ja. Gegen 15 Euro kann die Behörde den Pass an deine Wohnadresse senden lassen. Laut Bundesinnenministerium gilt das für den Reisepass ab dem 18. Geburtstag.
Woher weiß ich, dass der Pass fertig ist?
Das regelt jede Passbehörde selbst. Frag bei der Antragstellung, ob deine Behörde dich benachrichtigt oder eine Statusabfrage anbietet.
Quellen
- FIM-Leistungsbeschreibung Reisepass beantragen (BMI) , abgerufen am 25.10.2026
- FIM-Leistungsbeschreibung Reisepass erstmalig oder nach Ablauf beantragen (Innenministerium Baden-Württemberg) , abgerufen am 25.10.2026
- Passverordnung (PassV), § 27 Gebühren , abgerufen am 25.10.2026
- Passgesetz (PassG), § 5 Gültigkeitsdauer , abgerufen am 25.10.2026
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